Einsatztagebuch

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Einsatz Übung (Do 03.01.2019)
01/2019: Übung: Brandungsrettung im Welllenkanal Hannover

Einsatz von:OG Varel e.V.
Einsatzart:Übung
Einsatztyp:SEG-Einsatz
Einsatztag:03.01.2019 - 04.01.2019
Alarmierung:Alarmierung durch Sonstige
am 03.01.2019 um 07:00 Uhr.
Einsatzkräfte eingetroffen um 07:00 Uhr
Einsatzende:04.01.2019 um 18:00 Uhr
Einsatzort:Hannover
Einsatzauftrag:- Überwinden der Brandungszone mit und ohne Hilfsmittel
- Tests von verschiedenen Wellenhöhen auf den menschlichen Körper
Einsatzgrund:Das Üben von verschiedenen Rettungsszenarien in der Brandung Zone bei unterschiedlichen Wellenhöhen, im gleichen Rahmen wurde die Kraft der Wellen auf den menschlichen Körper erforscht.
Eingesetzte Kräfte
  • 1 Gruppenführer
  • 2 Bootsführer
  • 2 Sanitäter SAN A/B/C RS RA
  • 7 Strömungsretter
0/1/11/12
Eingesetzte Einsatzmittel - Geräteanhänger Strömungsrettung () - - FRI S 707
- Mannschaftstransportwagen (MTW) - Pelikan FRI 72-17-01 - FRI DL 42
- Personenkraftwagen (PKW) - Pelikan FRI 72-19-01 - FRI GD 504
- Rettungsboot (RTB) - Adler FRI 72-78-02 - FRI S 707
- Anhänger () - - FRI FA 425

Kurzbericht:

Unsere Vareler Wasserrettungsgruppe-S des Wasserrettungszuges Friesland hatte die Möglichkeit in dem derzeit größten Wellenkanal der Welt des Forschungszentrums Küste in Hannover in einer genau errechneten Brandungszone verschiedenste Rettungsmöglickeiten zu testen.
Anstoß dieser Möglichkeit war eine bisher noch nicht existierende Testreihe des Forschungszentrums Küste (www.fzk.uni-hannover.de) in Zusammenarbeit mit dem ICBM der Uni Oldenburg (https://uol.de/icbm/). Im Zuge der Tsunami-Forschung wollten sie Daten sammeln wie sich der menschliche Körper bei verschiedenen Wellenhöhen verhält.
Hierzu wurde der weltgrößte Wellenkanal mit einer Länge von 310m mit einem Sandstrand ausgekleidet, welcher ebenfalls für unsere Einsatzkräfte ein weiches Polster bot.
Unsere Strömungsretter wurden anschließend mit Bewegungs- und Beschleunigungssensoren ausgestattet und mussten sich in den 5°C kalten Wellen mit diversen Höhen und Längen stellen. Bei einigen Testreihen sind unsere Einsatzkräfte mit der Welle bis zu 25m mitgespühlt worden.
In der Brandungszone wurden unter anderem folgende Rettungsszenarien geübt:
- schwimmen durch die Brandungszone
- Tests verschiedener Schutzkleidung, wie Strömungsretter-Equipment und Offshore Anzüge (Standartausrüstung in der Eisrettung) 
- transportieren von Verletzen
- Grenzen von Rettungsmitteln, wie das Rettungsbrett und Rettungsboot
- Unterwasseraufnahmen mit einem Side Scan Sonar auf "rauer See"

Dank unseres Sicherheitskonzeptes bei jedem Szenario konnten wir nach 2 Tagen im eiskaltem Wasser zufrieden und mit viel neuen Erkenntnissen die Übung beenden.
Unser Dank gilt vor allem dem Forschungszentrum Küste und dem ICBM der Uni Oldenburg für die gute Zusammenarbeit und die große Gastfreundlichkeit.

Bilder:

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